Die Geschichte des Schlosses 


Im Zusammenhang mit einer Schenkung des Markgrafen Otto I. an das Bistum Havelberg wurde Kläden erstmals 1170 erwähnt. Durch Tausch gelangte das Dorf 1284 wieder in Markgräfliche Hand zurück. Als Name der hier ansässigen Adelsfamilie tauchte der Ort 1181 auf (Werner von Kläden), 1230 hieß ein Brandenburger Damherr Heinrich von Clodene. Im Landbuch Karls IV wurde Familie von Kläden als Besitzer eines Ritterguts im Dorf vermerkt. 1413 wurde das Dorf im Brand gesteckt, später wirkte sich der 30-jährige Krieg verheerend aus. Erst 1671 wurden wieder sieben Höfe gezählt.

Das alte Herrenhaus wurde 1722 aus Holz erbaut und ist im November 1751 abgebrannt. In den Jahren 1753/1754 wurde es aus Steinen neu aufgebaut. Dazu legte man einen barocker Park an. Zunächst entstanden nur der Keller und das Erdgeschoss mit Dach. 1826 wurde im Nebengebäude, die ehemalige Gutsküche erbaut. 1827 ist als große Baumaßnahme die Aufstockung um ein Geschoss und die Errichtung des neuen Daches überliefert. Das Obergeschoss (ehemaliger Speisesaal) ist mit ionischen Wandpilastern und reicher Stuckdecke versehen und noch erhalten.

Zum Gut gehörten auch Stallungen, wie der Schafstall und der Kuhstall. Diese Gebäude sind noch rechts und links des Schlossplatzes vorhanden. Im vorderen Teil der Gebäude wohnten die Gutsinspektoren.

Das zuletzt als Saatzuchtunternehmen des Grafen von Basswitz-Levetzow geführte Gut wurde 1945 aufgeteilt. 

Das Schloss selbst wurde als "Haus der Werktätigen" weitergeführt.

Von 1995 - 2005 war das Schloss Kläden Sitz der Verwaltungsgemeinschaft.

Seit 2009 - wird das Schloss im Erdgeschoss als Seniorentagesstätte von einem Verein genutzt. In den beiden Obergeschossen befinden sich zwei Seniorenwohngemeinschaften.

Der große Schafstall (auf der rechten Seite) reichte früher vom Schlossplatz bis zur Parkstraße. Der heutige Zuschnitt entstand im Zuge der Bodenreform in den Jahren 1948/50. Der Mittelteil in Richtung Parkstraße ist für die Errichtung einer Neubauernstelle abgebrochen worden. Den Schafstall nutzte in den letzten Jahren die Gemeinde als Werkstatt und Unterstellmöglichkeit.

Seit 2004 befinden sich im "Alten Schafstall" nach umfangreichen Sanierungsarbeiten das "Gutshofstübchen", als generationsübergreifende Begegnungsstätte, eine Infothek sowie eine Kreativwerkstatt. 

Seit 2008 werden im "Alten Schafstall" auch standesamtliche Trauungen durchgeführt.